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Christentum - Christliche Werte und christliche Gebote - Christentum - Welche Werte, Gebote und Verbote beinhaltet der christliche Glaube? Was darf ein Christ? Über christliche Werte, christliche Gebote und christliche Moral

Christentum - Christliche Werte - Christliche Gebote

Im Christentum brennt ein Streit seit seiner Grundlegung, die Frage der Sünde, die Frage was man darf und was nicht.
Vorallem im alten Testamt werden unzählige Gebote und Verbote ausgesprochen und die Todesstrafe durch Steinigung stand auf den Bruch dieser Gebote.
Doch jeder Christ sollte wissen, dass der 'neue Bund' der Vergebung den 'alten Bund' der Gerechtigkeit abgelöst hat, dass nicht mehr das Gesetz sondern die Liebe unsere höchste Instanz sein soll.
 
Der Evangelist Matthäus sagt es kurz und bündig:
 
Geht so mit den Menschen um, wie ihr selbst behandelt werden möchtet.
Denn darin besteht das ganze Gesetz und die Propheten.

(Matthäus 7,12)

Darin besteht DAS GANZE GESETZ!
 
Denn wie kannst Du töten oder stehlen wenn Du Deinen Nächsten liebst?
Das Gebot der Nächstenliebe beantwortet alle Gesetze, wer sich von der Liebe leiten lässt, wird zwangsläufig die Gesetze einhalten.
 
Der heilige Apostel Paulus weist in all seinen Schriften vielfach darauf hin, dass Heidenchristen - also nichtjüdische Christen - nicht dem alten mosaischen Gesetz der Juden unterstellt sind. Wie kann da einer zweitausend Jahre später hinstehen und verkündigen, dass allen Christen dieses Joch nun doch auferlegt würde? Denn der ehrwürdige Paulus sagt für jeden verständlich:
 
Bevor aber der Glaube kam,
wurden wir unter dem Gesetz verwahrt
und verschlossen auf den Glauben hin,
der geoffenbart werden sollte.
So ist also das Gesetz unser Lehrmeister geworden
auf Christus hin,
damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden.
Nachdem aber der Glaube gekommen ist,
sind wir nicht mehr unter dem Lehrmeister.

(Gal 3,23-25)

...

Denn das ganze Gesetz wird in einem Wort erfüllt, in dem:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!
(Gal 5,14)

Niemand will behaupten, dass all das, was Gott gemäss den Schriften des alten Testaments ein Gräuel war, ihm nun plötzlich eine Freude wäre, auch ich will nichts in dieser Art sagen. Doch ist die Liebe unseres Vaters nicht davon abhängig, sondern vielmehr ist sie Folge unserer eigenen Liebe, ihm und all seinen Geschöpfen gegenüber.
Deshalb sagt der Apostel Paulus:
 
Alles ist mir erlaubt – aber nicht alles ist nützlich!
Alles ist mir erlaubt – aber ich will mich von nichts beherrschen lassen!
(1.Kor 6,12)

So ist es uns beispielsweise erlaubt, Vater und Mutter nicht zu ehren, doch wird es uns kaum nützlich sein wenn wir ihnen die ihnen zustehende Ehre nicht erweisen. Auch ist es uns erlaubt, die göttlichen Wonnen der Sexualität zu geniessen, solange wir uns nicht von diesen Trieben beherrschen lassen.
 
Denn nichts ist unrein vor Gott, unrein wird etwas nur, wenn es auf unreine Weise getan wird. Nicht das Essen ist dem Herrn ein Gräuel sondern die Völlerei, denn wer mehr isst als ihm zusteht, hat versäumt mit denen zu teilen die weniger haben und so verstösst er gegen die Nächstenliebe.
So belehrt uns auch hierzu der Apostel Paulus:
 
Ich weiss und bin überzeugt in dem Herrn Jesus,
dass nichts an und für sich unrein ist;
sondern es ist nur für den unrein,
der etwas für unrein hält.
(Röm 14,14)

Und auch Jesus spricht hierzu:
 
Nicht, was ausserhalb des Menschen ist
und in ihn hineinkommt,
kann ihn verunreinigen;
sondern was aus ihm herauskommt,
das ist es, was den Menschen verunreinigt.
(Mk 7,15)

Der ehrwürdige Paulus widersprach jedoch schon zu seiner Zeit solchen Irrlehren, als er dem Timotheus im ersten Brief schrieb:
 
Sie verbieten zu heiraten und Speisen zu geniessen,
die doch Gott geschaffen hat,
damit sie mit Danksagung gebraucht werden
von denen, die gläubig sind und die Wahrheit erkennen.
Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut,
und nichts ist verwerflich,
wenn es mit Danksagung empfangen wird;
denn es wird geheiligt durch Gottes Wort und Gebet.
(1.Tim 4,3-5)

 
Deshalb sollte man sich zur Beantwortung einer Frage, ob man dies oder das darf, nicht mehr tausend Gesetze und Gebote durchgehen sondern einzig die Frage stellen, ob man sich von der Liebe leiten lässt.
 

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